Politischer Besuch

Juli 2019 |  Wasser ist lebenswichtig – aber die Frage des Abwassers muss im wahrsten Sinne des Wortes gleichermaßen „geklärt“ werden. Damit befasst sich die Höpfinger Firma Kuhn, die am Dienstag hohen Besuch erhielt: MdB Judith Skudelny als Generalsekretärin der FDP, umweltpolitische Sprecherin und ordentliches Mitglied des Umweltausschusses besuchte den Global Player auf Vermittlung von Martin Berberich.

Der Schwerpunkt des Gesprächs lag auf dem laufenden Forschungsprojekt zum Thema „Mikroplastik“. Wie Geschäftsführer Dr. Michael Kuhn erläuterte, werden unter fünf Millimeter kleine Stücke als „Mikroplastik“ bezeichnet. Da ein normaler Rechen kein Filtern derartigen Mikroplastiks ermögliche, befände sich derzeit ein extrem feinmaschiger Rechen in Entwicklung. „Er ist beispielsweise für Kläranlagen geeignet, wo er etwa vor dem Sandfang eingebaut werden könnte“, informierte Kuhn. Allerdings habe man mit gewissen Widerständen zu kämpfen: „Die Technologie ist da, wobei ohne politische Vorgaben nichts in die Tat umgesetzt wird“, betonte er und sprach von einer „mit Geld lösbaren Sache“, die günstiger als die gegenwärtig debattierte vierte Reinigungsstufe käme – zumal Mikroplastik ein Thema von der Allgemeinheit kaum bewusster Brisanz sei. Gerade an Regenüberläufen seien Mikroplastik-Austritte zu verzeichnen, was auch Judith Skudelny unterstreichen konnte: „Während landauf, landab über die vierten Reinigungsstufe gesprochen wird, verlässt Mikroplastik den Regenüberlauf“, schilderte sie; Dr. Michael Kuhn ergänzte, dass man zunächst den Abfluss des Wassers unter Kontrolle bekommen müsse – überflutete Keller und ähnliche Probleme gelte es zu verhindern.

Informationen erteilte er ebenso über die Digitalisierung des Abwassers. In diesem Bereich werde mit BIM-Programmen („Building Integrated Modelling“) Pionierarbeit geleistet, indem man zu errichtende Objekte längst nicht mehr „nur“ dreidimensional, sondern mit Darstellungen von Fenstern, Rohren und Leitungen plant. Innerhalb der BIM-Kommission fungiert Dr. Michael Kuhn als Vertreter der Praxis, „damit alle BIM-Regeln später auch in die Realität umgesetzt werden können“. Auf der anderen Seite bringt dieser weitere Schritt in die digitalisierte Gesellschaft große zentrale Datenbanken mit sich; Kuhn äußerte die Befürchtung, dass speziell kleinere Kommunen nicht über die Ressourcen zur Verwaltung derselben verfügen könnten. „Hier ist man auf externe Dienstleister angewiesen“, schilderte er und schlug die Brücke zum deutlich spürbaren Dauerthema „Fachkräftemangel“. Längst nicht überall könne man digitalisieren – und gerade in diesen Bereichen sowie im Handwerk werde hängeringend nach Personal gesucht.

Abschließend dankte die aus Leinfelden-Echterdingen stammende MdB Judith Skudelny für das informative Fachgespräch und sicherte zu, die Anliegen in den Bundestag mitzunehmen. Für sie war es bereits die zweite Visite vor Ort: Bereits im September letzten Jahres kam sie auf Einladung Martin Berberichs nach Höpfingen. Dass es zu einem Folgebesuch kam, ergab sich aus seinerzeit geknüpften Kontakten mit der Firma Kuhn. (RNZ - adb)

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