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Betriebsfeier 2011

01.07.2011 | Betriebsfeier 2011  -  85 Jahre KUHN GmbH Technische Anlagen...

...dieses Jubiläum nahm die Geschäftsleitung der Firma Kuhn zum Anlass, alle Mitarbeiter mit ihren Partnern am vergangenen Freitag zu einer Betriebsfeier in die Obst- und Festhalle Höpfingen einzuladen.

 

Die Firma KUHN GmbH rüstet Anlagen für die Wasserversorgung und die Abwasserreinigung maschinen- und elektrotechnisch aus und fertigt Maschinen zur mechanischen Abwasserreinigung, die mittlerweile weltweit vertrieben werden. Ein weiteres Standbein ist die Haustechnik, die z.B. Heizungs- und Photovoltaikanlagen montiert und den entsprechenden Kundendienst durchführt.

Zum Auftakt begrüßte Geschäftsführer Michael Kuhn neben den aktiven und ehemaligen Mitarbeitern mit ihren Partnern den ehemaligen Geschäftsführer Günther Kuhn, die Familien der Geschäftsleitungsmitglieder, den Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises Dr. Achim Brötel, sowie als Repräsentant der Gemeinde Höpfingen Herrn Bürgermeister Scheuermann.

In einem kurzen Rückblick zog er Bilanz über die vergangenen 85 Geschäftsjahre. Die Firma, die in früheren Jahren noch belächelt wurde („Wer braucht schon Kläranlagen?“) hat sich zum modernen Unternehmen im Bereich Trink- und Abwasser entwickelt, das sogar international tätig ist. In dieser Zeit vergrößerte sie sich von einem 1-Mann-Betrieb zu einem mittelständischen Unternehmen mit mittlerweile 120 Mitarbeitern, was einige Erweiterungen des Firmengeländes, sowie mehrere Um- und Neubauten der Firmengebäude zur Folge hatte. Michael Kuhn wies auf die kleine Ausstellung mit Fotos und Unterlagen hin, die im Foyer aufgebaut war und einen Ausschnitt aus der Firmengeschichte wiedergab.

Im Anschluss nahm Geschäftsführer Jürgen Kuhn zur aktuellen Lage der Firma KUHN GmbH Stellung und zog eine kritische Bilanz über die vergangenen 2 Jahre seit der letzten Betriebsfeier. Die Auftragslage wäre trotz der Wirtschaftskrise konstant sehr gut gewesen. Fast jeder Mitarbeiter habe dadurch zahlreiche Überstunden leisten müssen und sich im Interesse der Firma in seine Arbeit gekniet. Nicht nur die Firma in ihrer Gesamtheit sei an ihre Kapazitätsgrenze gekommen, sondern auch viele einzelne Mitarbeiter. Für das riesige Engagement der Mitarbeiter bedankte sich Jürgen Kuhn ausdrücklich. Trotz dieser großen Anstrengungen sei das  Betriebsergebnis allerdings nicht zufriedenstellend gewesen. Mit ein Grund hierfür sei, dass die KUHN GmbH zwar in einem Sektor tätig wäre, in dem es immer Arbeit gibt - Trinkwasser wird immer benötigt und Abwasser muss immer gereinigt werden - , dies mittlerweile aber auch von vielen neuen Wettbewerbern erkannt wurde, der Wettbewerb dementsprechend groß wäre und deshalb die Preise auf einem sehr niedrigen Preisniveau stagnieren. Außerdem seien die Kunden in Deutschland zum allergrößten Teil Kommunen, die ja bekanntermaßen wenig Geld im Stadtsäckel haben und es mehr als zweimal umdrehen, bevor sie es ausgeben; mit der Folge, dass zum einen fast ausschließlich der billigste Bieter (nicht der wirtschaftlich günstigste oder sogar beste) einen Auftrag bekommt, zum anderen auch bei immer weniger Bezahlung immer mehr Leistung und Bürokratieerfüllung entsprechend dem Kleingedruckten gefordert werden. Auch der zweifellos ausgezeichnete Ruf und das gute Image der Firma auf dem Markt helfe da oft nicht weiter, im Gegenteil gereiche diese manchmal direkt zum Nachteil, da „von einer solchen renommierten Firma ja eine besonders gute Ausführung erwartet werden kann“ – allerdings bei gleicher Bezahlung. Zudem wären trotz allem Einsatz der Mitarbeiter auch interne Fehler gemacht worden, so dass insgesamt nicht das erklärte Firmenziel erreicht werden konnte.

Nach diesen kritischen Worten hob Jürgen Kuhn hervor, dass die Firma Kuhn GmbH trotz des schlechteren letzten Jahres gut da stehe und alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft gegeben seien. Neben den vorhandenen sehr gut ausgestatteten Firmeneinrichtungen sei auch die Auftragslage weiterhin sehr erfreulich, so dass ihm in Kombination mit einigen erforderlichen Organisationsänderungen und Umstrukturierungsmaßnahmen, sowie vor allem mit den hoch motivierten und hervorragenden Mitarbeitern für die Firma überhaupt nicht bange sei und bestimmt schon bald wieder erfreuliche Zahlen geschrieben werden könnten. Zu erwähnen seien in diesem Zusammenhang auch die konstant hohen Verkaufszahlen von KUHN-Maschinen ins Ausland, wofür vor allem die beiden Partner in den USA und Australien sorgen würden.

Stolz sei die Geschäftsleitung darauf, auch in diesem Jahr wieder viele Ehrungen wegen langjähriger Firmenzugehörigkeit durchführen zu können. Schließlich ließe dies auf eine geringe Mitarbeiterfluktation und eine große Identifikation der Mitarbeiter mit der Kuhn GmbH schließen.

Es wurden folgende 30 Mitarbeiter von Michael Kuhn, Jürgen Kuhn, Ehrenfried Scheuermann und Dr. Achim Brötel geehrt:

Für 10 Jahre Betriebszugehörigkeit Rene Haun, Rene Hauk, Thomas Schell, Ralf Kinbacher, Erwin Immerz, Horst Kuhn, Stefan Mackert und Josef König

Für 15 Jahre Martin Sans, Mathias Speth, Michael Volk und Peter Geier; sie erhielten zusätzlich die bronzene Medaille der Handwerkskammer

Für 20 Jahre Hans Kübler, Karola Neuberger, Anke Knörzer, Martin Biringer, Thorsten Weidner, Jürgen Kuhn und Michael Kuhn

Für 25 Jahre Doris Burger und Erich Böhrer; sie erhielten zusätzlich die silberne Medaille der Handwerkskammer

Auf 30 vergangene Jahre Betriebstreue können Richard Hefner und Claudia Großkinsky blicken und auf 35 Jahre Karl Hauk, Elmar Kaiser und Reinhard Hauk.

Ehrungen für besondere Jubiläen, nämlich für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit und damit auch die Ehrung durch die Handwerkskammer mit der Medaille in Gold sowie ein Präsent der Gemeinde Höpfingen, durften Bernhard Edelmann und Gerhard Hilpert (bereits im Ruhestand) entgegennehmen. Für tolle 45 Jahre wurde der sich ebenfalls mittlerweile in der Ruhephase der Altersteilzeit befindende Willi Müller geehrt.

Eine Ehrung der ganz besonderen Art, ebenfalls verbunden mit der Handwerkskammer-Medaille in Gold und einem Präsent der Gemeinde Höpfingen,  konnte Norbert Kuhn für sich verzeichnen: 50 Jahre Betriebszugehörigkeit!

Norbert Kuhn trat am 01.04.1961 als Elektroinstallateur-Lehrling in das Unternehmen ein. Große Verdienste hat er sich neben seiner Tätigkeit als Bauleiter bei allen anstehenden Baumaßnahmen innerhalb des Firmengeländes vor allem um den Bereich Haustechnik erworben; unter seiner Leitung erlebte dieser Bereich einen Aufschwung, der noch immer anhält. Außerdem war er lange Jahre Ansprechpartner, Planer und Serviceleiter für den Bereich Weiße Ware und Küchen. In den letzten Jahren wurde dann unter seiner Regie zusätzlich mit der Installation von Photovoltaikanlagen begonnen. Als Prokurist und Gesellschafter ist er dem Unternehmen tief verbunden, auch wenn er sich mittlerweile in Altersteilzeit befindet.

Im Namen aller Geehrten bedankte sich Norbert Kuhn bei der Geschäftsleitung für die Ehrungen, sowie die damit verbundenen Geschenke. Er betonte die jederzeit gute Zusammenarbeit zwischen Firmenleitung und Belegschaft und das stets kollegiale Miteinander. Er verglich die Summe der Firmenjahre aller Geehrten mit den 775 Jahren des Bestehens der Gemeinde in diesem Jahr – es seien nicht viele Jahre Differenz und es zeige, wie viele Jahre Erfahrung in der Firma stecke.

Nach einer Verabschiedung zweier Mitarbeiter, schloss sich Landrat Dr. Achim Brötel den Glückwünschen an die Arbeitsjubilare an und fand lobende Worte über die Firma KUHN GmbH, die der größte Arbeitgeber in Höpfingen sei. In den vergangenen Jahren hätten alle Geehrten ein Stück Firmengeschichte mitgeschrieben. Die beiden jetzigen Geschäftsführer hätten das Unternehmen in ihrer 20-jährigen Betriebszugehörigkeit auf einem guten Kurs gehalten und ständig weiterentwickelt. Diese unternehmerische Verantwortung sei nicht immer leicht zu tragen.

Nach dem offiziellen Teil ging man zum gemütlichen Teil des Abends über.

Neben einem leckeren, vom Cafe Schmitt zubereiteten Büffet, konnten sich die Gäste auch an Musik und Tanz erfreuen. Sowohl der Tanz der Prinzen- und Juniorengarde der FG Höpfemer Schnapsbrenner in Erinnerung an Michael Jackson als auch die Travestie-Showeinlage des Künstlers Diva Maria (alias Andreas Münch) trugen dazu bei, dass der gelungene Abend erst in den frühen Morgenstunden ein Ende fand.